Datum
Donnerstag, 16. März 2006, 20.15 h
Inhalt
Giacomo Casanova (1725-1798) war Aufklärer und Magier, Glücksspieler und Philosoph, Katholik und Lebemann. Er war pompös, generös, rachsüchtig, rücksichtslos, nobel, abstossend, faszinierend, weinerlich, tapfer. Bloss langweilig war er nicht.
Und er hat die Frauen sehr geliebt.
Das ist der ideale Stoff für Christof Stählin, den musizierenden Privatgelehrten und philosophischen Bühnenkünstler aus Hechingen, der mit Erzählungen und Liedern, Originaldialogen und Aphorismen das farbige Panorama einer Epoche entfaltet, die als Kontrast und Hintergrund für unsere Zeit und ihr Liebesleben nicht besser gewählt sein könnte: Sinnlichkeit als höchste Form der Erkenntnis, Genuss als Gebot der Vernunft, Zufall als Lebenselement.
Christof Stählin legt mit Giacomo Casanova das dritte seiner historisch-poetischen Bühnenprogramme vor, die sich mit dem 18. Jahrhundert befassen: Das erste galt dem Liebes-und Aufklärungsdichter Johann Christian Günther (1695-1723), das zweite der Französischen Revolution. Das dritte, über Casanova, liegt genau dazwischen.
Giacomo Casanova ist das Zitat einer romanischen Lebenskultur von italienischer Eleganz und französischem Esprit in nordeuropäisch-tüchtiger Umgebung. Von einem Süddeutschen, der seine Muttersprache virtuos beherrscht und dazu, ausser historischem Überblick, Witz, Charme und Humor fast nichts braucht, um einen Abend und eine Bühne zu füllen.
Regie
Fredy Hallau
Kontakt
Website: www.christof-staehlin.de