Die Kopien

Originaltitel: A Number

Lupe

Datum
Donnerstag, 13. Dezember 2007, 20.15 h
Inhalt
Mit ihrem Stück Die Kopien - englisch A Number - versetzt Caryl Churchill (geb. 1938), die Grande Dame des englischen Theaters, den Zuschauer in eine nahe, vielleicht bald mögliche Zukunft:

Ein Vater unterhält sich mit seinem Sohn, der im Krankenhaus eben erfahren hat, dass er nicht der originale Sohn, sondern ein Klon ist; und es gebe noch weitere Kopien. Der Vater drückt sich um Erklärungen. Aber nach und nach enthüllen sich Teile der vertrackten Familiengeschichte. Genetisch sind das Original und die Kopien identisch. Sind sie es auch ihrem Wesen nach? Tiefgründige psychologisch-soziologische Fragen und kaum auslotbare Perspektiven offenbaren auch die folgenden spannenden Szenen, in denen zwei weitere genetisch identische, aber doch unterschiedlich geartete Söhne erscheinen.

Caryl Churchill packt variierend und in faszinierender, beunruhigender Weise die von Sophokles über Shakespeare und Ibsen bis Beckett und Pinter auf der Bühne gezeigte Suche des Menschen nach seinem Selbst in ihr konzises Stück, das 2002 in London uraufgeführt wurde.
Mit prägnanten Sätzen und den hingeworfenen Sprachfetzen, mit britisch-trockenem Humor und dem aktuell-beklemmenden Stoff schlägt die Sprachvirtuosin jeden Zuschauer in ihren Bann und regt ihn nicht nur zum Lächeln und zu unverbindlichem Mitdenken an.
Autor
Caryl Churchill
Kontakt

Rudolf Fischer
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letzte Änderung: 29.11.2007


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